BKK ZF & Partner - Zuzahlungen

Zuzahlungen

Für bestimmte Leistungen hat der Gesetzgeber für Personen ab 18 Jahren eine Eigenbeteiligung, die „Zuzahlungen“, vorgesehen. Wir geben Ihnen einen schnellen Überblick, für welche Leistungen Zuzahlungen anfallen und in welcher Höhe diese entrichtet werden müssen.

Leistung

Zuzahlung

Arznei- und Verbandmittel

10 % der Kosten, mindestens 5 €, höchstens 10 €. Einige besonders preisgünstige Arzneimittel von der Zuzahlung befreit (siehe Hinweis im Anschluss dieser Tabelle *)

Fahrkosten: Zur stationären Krankenhausbehandlung

10 % der Kosten, mindestens 5 €, höchstens 10 €

Fahrkosten: Je einfache Fahrt zur ambulanten Behandlung, wenn dadurch eine stationäre Behandlung vermieden oder abgekürzt wird

10 % der Kosten, mindestens 5 €, höchstens 10 €

Fahrkosten je einfache Fahrt mit dem Kranken-
oder Rettungswagen

10 % der Kosten, mindestens 5 €, höchstens 10 €

Heilmittel

10 % der Kosten + 10 € je Verordnung

Hilfsmittel/Verbrauchsmittel

10 % der Kosten, mindestens 5 €, höchstens 10 €

Krankenhausbehandlung: Für maximal 28 Tage im Kalenderjahr, keine Zuzahlung bei teilstationärer
und ambulanter Krankenhausbehandlung

10 € täglich

Medizinische Vorsorge-/Rehabilitationsleistung:
Bei Anschluss- bzw. Indikations-Rehabilitation für maximal 28 Tage je Kalenderjahr

10 € täglich

Häusliche Krankenpflege: Für maximal 28 Kalendertage
je Kalenderjahr

10 % der Kosten + 10 € je Verordnung

Haushaltshilfe/Soziotherapie: Je Kalendertag
der Leistung

10 % der Kosten, mindestens 5 €, höchstens 10 €

Ernährungsberatung – je Beratungseinheit

10 % der Kosten, mindestens 5 €, höchstens 10 €

 *Eine Übersicht der zuzahlungsfreien Arzneimittel finden Sie auf der Homepage der gesetzlichen Krankenkassen unter gkv.de.

Befreiung von Zuzahlungen / Belastungsgrenze

Wer krank ist muss für bestimmte Leistungen eine Eigenbeteiligung, die sogenannte „ Zuzahlung", leisten. Damit Sie nicht zu hoch durch diese Eigenbeteiligung belastet werden, gibt es die Möglichkeit der Befreiung.

Zuzahlungen müssen Sie kalenderjährlich nur bis zu einem Betrag von 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt bezahlen. Wer chronisch krank ist und an einer schwerwiegenden Krankheit leidet, bei dem liegt die sogenannte „Belastungsgrenze" bei einem Prozent. Sobald diese Grenze erreicht ist, können Sie sich von den Zuzahlungen befreien lassen. Dass heißt, dass Sie in dem Kalenderjahr, für das die Befreiung gilt, keine weiteren Zuzahlungen mehr leisten müssen.

Um zu berechnen, ob Sie mit den geleisteten Zuzahlungen Ihre Belastungsgrenze bereits erreicht haben, sind alle Zuzahlungen zusammenzurechnen. Zuzahlungen sind grundsätzlich von jedem Versicherten ab dem vollendeten 18. Lebensjahr zu zahlen. Für Fahrkosten gibt es eine Ausnahmeregelung.

Unser Zuzahlungsrechner hilft Ihnen bei der Ermittlung Ihrer persönlichen Belastungsgrenze 2017:

Berechnung Beispiel EUR
Einnahmen zum Lebensunterhalt (pro Jahr)
Freibetrag für Angehörige
(für den ersten 5.355, für weitere je 3.570 EUR)
Freibetrag für Kinder (je 7.356 EUR)
Verbleibende Gesamteinnahmen
Belastungsgrenze (bei 2 %)
Zuzahlungen insgesamt
Belastungsausgleich


Bitte lassen Sie sich geleistete Zuzahlungen unbedingt quittieren. Anerkannt werden auf Ihren Namen ausgestellte Originalquittungsbelege sowie Sammelnachweise von Apotheken. Nicht berücksichtigt werden Zuzahlungen für nicht anrechnungsfähige Fahrkosten, Leistungen, die einen Festbetrag oder Vertragspreise übersteigen sowie Kosten für Arzneimittel, die nicht verordnungsfähig oder ausgeschlossen sind.

Wird im Laufe eines Kalenderjahres die Belastungsgrenze erreicht, werden Sie für den Rest des Jahres von weiteren Zuzahlungen befreit. Hierfür senden Sie uns bitte einen Antrag, Einkommensnachweise und Quittungen im Original zu.

Sie sind das Sammeln der Quittungen leid? Wir bieten Ihnen als besonderen Service bieten an, den Betrag bis zu Ihrer Belastungsgrenze einzuzahlen und sofort den Befreiungsausweis zu bekommen.

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