Geld sparen mit der Zuzahlungs-Befreiung

Wer krank ist, muss für bestimmte Leistungen eine Eigenbeteiligung, die sogenannte „Zuzahlung“, leisten. Damit Sie nicht zu hoch durch diese Zahlungen belastet werden, gibt es die Möglichkeit der Befreiung.

Wann ist eine Befreiung möglich?

Zuzahlungen müssen Sie kalenderjährlich nur bis zu einem Betrag von 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt bezahlen. Wer chronisch krank ist und an einer schwerwiegenden Krankheit leidet, bei dem liegt die sogenannte „Belastungsgrenze" bei 1 %. Sobald diese Grenze erreicht ist, können Sie sich von den Zuzahlungen befreien lassen. Dass heißt, dass Sie in dem Kalenderjahr, für das die Befreiung gilt, keine weiteren Zuzahlungen mehr leisten müssen.

Um zu berechnen, ob Sie mit den geleisteten Zuzahlungen Ihre Belastungsgrenze bereits erreicht haben, sind alle Zuzahlungen zusammenzurechnen. Zuzahlungen sind grundsätzlich von jedem Versicherten ab dem vollendeten 18. Lebensjahr zu zahlen. Für Fahrkosten gibt es eine Ausnahme-Regelung.

Unser Zuzahlungsrechner hilft Ihnen bei der Ermittlung Ihrer persönlichen Belastungsgrenze. 

Das müssen Sie beachten

Bitte lassen Sie sich geleistete Zuzahlungen unbedingt quittieren. Anerkannt werden auf Ihren Namen ausgestellte Original-Quittungsbelege sowie Sammelnachweise von Apotheken. Nicht berücksichtigt werden Zuzahlungen für nicht anrechnungsfähige Fahrkosten, Leistungen, die einen Festbetrag oder Vertragspreise übersteigen sowie Kosten für Arzneimittel, die nicht verordnungsfähig oder ausgeschlossen sind.

Wird im Laufe eines Kalenderjahres die Belastungsgrenze erreicht, werden Sie für den Rest des Jahres von weiteren Zuzahlungen befreit. Hierfür senden Sie uns bitte einen Antrag, Einkommensnachweise und Quittungen im Original zu.

Zuzahlungen auf einen Blick

Jetzt Belastungsgrenze berechnen

Berechnung Beispiel EUR
Einnahmen zum Lebensunterhalt (pro Jahr)
Freibetrag für Angehörige
(für den ersten 5.481 EUR, für weitere je 3.654 EUR)
Freibetrag für Kinder (je 7.428 EUR)
Verbleibende Gesamteinnahmen
Belastungsgrenze (bei 2 %)
Zuzahlungen insgesamt
Belastungsausgleich