Für Selbstständige

Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung von freiwillig versicherten Selbstständigen werden ab 1. Januar 2018 neu berechnet. Ziel ist es, Einkommensentwicklungen stärker zu berücksichtigen.

Vorläufig statt endgültig

Seit 1. Januar 2018 werden ebenfalls die im letzten Steuerbescheid bezifferten Einkünfte für die Beitragsberechnung zugrunde gelegt – der Beitrag wird aber nur vorläufig festgelegt.

Erst wenn der Steuerbescheid für das jeweilige Kalenderjahr vorliegt, wird ein neuer Beitrag aufgrund des tatsächlich erzielten beitragspflichtigen Einkommens ermittelt. Die Differenz wird nachgezahlt oder rückvergütet.

Ausnahme: Selbstständige, die über (ggf. unterschiedliche) Einkünfte oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verfügen, erhalten unverändert eine endgültige Beitragseinstufung, sofern für alle Einkunftsarten der gleiche Krankenkassenbeitragssatz gilt.

Sinken die Einkünfte später unter die Beitragsbemessungsgrenze, hat der Versicherte einen entsprechenden Erstattungsanspruch.

Keine Nachberechnung des Krankengelds

Beinhaltet der Krankenversicherungstarif auch die Zahlung von Krankengeld, wird dieses für die Vergangenheit nicht neu berechnet – egal, ob die endgültige Beitragsfestsetzung ein höheres oder niedrigeres Einkommen berücksichtigt.