Podcasts Entspannung

Podcast-Episoden zu Entspannung

Achtsamkeitswanderung

Raus aus dem lärmenden Alltag. Für ein paar Sekunden dem Trubel und Stress entfliehen. Einen Moment einfach nur bei sich selbst sein. Kommen Sie mit uns auf eine Achtsamkeitswanderung und lassen Sie die Sorgen und den Stress für ein paar Sekunden hinter sich. 

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Herzlich Willkommen zur Achtsamkeitswanderung. Wie oft ist Laufen für uns nur noch ein Mittel der Fortbewegung, um von einem Ort zu einem anderen zu gelangen. Wie oft erreichen wir unser Ziel ohne überhaupt den Weg dorthin wahrgenommen zu haben, weil wir so im Alltagstrott oder unseren Gedanken gefangen sind. Deswegen wollen wir jetzt üben im „Hier und Jetzt" anzukommen und präsent unsere Umgebung aufsaugen. Wenn du möchtest und der Weg es zu lässt, kannst du auch für ein paar Minuten deine Schuhe ausziehen.

Bleibe einen Moment stehen und versuche in der Gegenwart anzukommen. Schließe deine Augen und nehme ein paar tiefe Atemzüge. Erlaube dazu allem, was im in deinem Gedankenfeld auftaucht, zu kommen und auch wieder zu gehen: innere Bilder, Erinnerungen, Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen, Geräusche…

Stelle dir deinen Geist jetzt als ein Fließband vor. Deine Gedanken, Körperempfindungen und Gefühle laufen nun auf diesem Fließband an dir vorbei. Sobald ein Gedanke, eine Empfindung oder ein Gefühl auftaucht, geben Sie ihm ein Etikett, indem Sie innerlich zu sich sagen „Gedanke“, „Empfindung“, „Gefühl“. Spüre wie deine Gedanken und Gefühle mit dem Fließband immer weiter von dir wegtransportiert werden. Dein Geist kommt langsam im „Hier und Jetzt" an.

Deine Augen sind immer noch geschlossen. Konzentriere dich nun bewusst auf deine Atmung. Spüre wie die Luft die du einatmest, in deiner Nase immer wärmer wird, bis tief in deine Lunge aufgesogen wird und wie die verbrauchte Luft durch deinen Mund wieder abgegeben wird. Spüre wie bei jedem Atemzug jede Zelle deines Körpers mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff versorgt wird und beim ausatmen alles was aufgebraucht ist und nicht mehr benötigt wird wieder nach außen abgegeben wird.

Nun lenke deine Aufmerksamkeit auf deine visuelle Wahrnehmung. Deine Augen sind noch geschlossen, aber vielleicht nimmst du schon die Helligkeit wahr, die du selbst durch deine Augenlider hindurch spüren kannst. Nun kneife die Augen zusammen, blinzle ein paar Mal und spüre, wie das Licht durch deine Augenlieder bricht. Öffne nun deine Augen. Was siehst du? Was umgibt dich? Sind da Wiesen oder Bäume? Welche Farben haben Sie? Wie unterscheiden sich die einzelnen Farbnuancen voneinander? Welche Farbe gefällt dir am besten? Wende deinen Blick langsam in Richtung Himmel. Ist es ein strahlender Tag oder sind da auch Wolken? Welche Formen haben Sie? Blendet dich die Sonne etwas und musst du dabei die Augen zusammenkneifen?

Richte deinen Blick nun auf den Weg vor dir und fange an deinen Weg fortzusetzen. Versuche jeden Schritt bewusst vor den nächsten zu setzen. Gehe langsam und setze deine Füße behutsam auf dem Boden auf. Falls du barfuß bist, was spürst du? Ist es ein weicher Untergrund? Läufst du auf einer Wiese, einem weichen Waldboden, auf Laub oder Moos? Verändert sich dein Untergrund? Was fühlt sich angenehm an und was weniger? Wenn du möchtest kannst du auch für ein paar kleine Schritte deine Augen noch einmal schließen, um dich besser auf deine Empfindungen konzentrieren zu können.

Wenn du merkst, wie auch deine Gedanken während dieser Achtsamkeitswanderung auf Wanderschaft gehen, nehme diese einfach zur Kenntnis, wohin sie abgeschweift sind, und gehe dann behutsam in die Gegenwart zurück.

Während du weiter gehst spüre die Luft um dich herum. Ist sie warm und schwitzt du vielleicht etwas? Oder ist sie kalt und du hast eine leichte Gänsehaut?  Oder ist sie gerade angenehm? Kannst du eine leichte Brise auf deiner Haut oder in deinen Haaren spüren oder ist es windstill? Hat sich deine Atmung etwas beschleunigt seit du begonnen hast du gehen?

Gehe noch ein paar Schritte weiter und hebe etwas vom Boden auf. Es kann eine Blüte sein, ein Blatt von einem Baum, ein Stückchen Rinde, ein Grashalm oder ein Stein. Schließe nochmals deine Augen und taste den Gegenstand ab. Wie fühlt er sich an? Ist er weich oder rau? Welche Form hat er? Spüre den Kontakt von deiner Haut zu deinem Gegenstand. Führe deinen Gegenstand jetzt langsam an deine Nase. Was kannst du riechen? Magst du den Geruch? Öffne nun deine Augen wieder und schau dir den Gegenstand, den du aufgehoben hast, genau an. Welche Farbe und Schattierungen hat er? Was erkennst du sonst noch?

Setze nun deinen Weg fort und lenke deine Aufmerksamkeit auf alles, was du hören kannst. Ist da Blätterrascheln? Hörst du das Plätschern irgendeines Gewässers? Sind da Vögel, die munter vor sich hin zwitschern? Oder kannst du noch andere Menschen oder entfernten Verkehrslärm hören? Welche Geräusche klingen gut für dich, welche eher nicht? Nehme jedes Geräusch auf und nehme es an. Nehme einfach nur wahr.

Nun wollen wir die Achtsamkeit abwechselnd auf bestimmte Sinne lenken und unser Wahrnehmung benennen. Finde 3 Dinge, die du siehst, 3 Dinge, die du hörst, 3 Dinge, die du tastest. Nach dem ersten Durchlauf fahre fort mit 2 Dingen, die du siehst, 2 Dingen, die du hörst und so weiter…

Lenke deine Aufmerksamkeit zum Schluss noch nach innen auf deinen Körper beim Gehen. Genießt du es dich zu bewegen? Kannst du spüren, wie deine Beinmuskeln sich bei jedem Schritt anspannen? Bleibt dein Becken stabil beim Gehen? Wandere mit deiner Aufmerksamkeit über deinen Oberkörper und deine Schultern zu deinen Armen. Spüre wie deine Arme beim Gehen locker neben dir herschwingen. Lenke deine Aufmerksamkeit weiter zu deinem Schultergürtel. Rotiert dein Oberkörper beim Gehen oder bleibt er stabil? Was macht dein Kopf? Bewegt sich dein Nacken leicht beim Gehen? Wie fühlen sich deine Gesichtsmuskeln an? Lächelst du vielleicht sogar? Gehe bewusst ein paar Schritte weiter und konzentriere dich auf deine körperlichen Empfindungen.

Wir sind am Ende der geführten Achtsamkeitswanderung angelangt. Nun denke an den Weg, den du zurückgelegt hast. Wie weit bist du schon gekommen? War es steil oder waren da Kurven? Oder bist du vielleicht sogar leicht bergab gelaufen? Erinnerst du dich noch an den Verlauf deines Weges?  Bleibe kurz stehen, schließe deine Augen und versuche alles Versuche dir diese Minuten der Achtsamkeit und Ruhe für dich zu verinnerlichen. Sie sind wie dein geheimer, innerlicher Ort der Stille und Geborgenheit, an den du dich jederzeit zurückziehen kannst. Nimm noch 3 tiefe Atemzüge, öffne die Augen und setze gestärkt und achtsam deinen Weg fort.

Atemmeditation

In dieser Atemmeditation können Sie ihr inneres Gleichgewicht finden und die eigene Körpermitte stärken. Bauen Sie Stress ab und fühlen Sie für ein paar Minuten in Ihren Körper hinein. Lösen Sie durch richtiges Atmen Verspannungen im Körper, lassen Sie die Gedanken schweifen und konzentrieren Sie sich auf sich selbst.

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Begib dich in eine sitzende Position, die sich für dich angenehm anfühlt. Deine Hände legst du locker auf deinen Oberschenkeln ab. Schaue dich noch einmal im Raum um und nehme die Umgebung, in der du dich befindest für einen Augenblick wahr... Dann schließe deine Augen. Untersuche deine Umgebung noch auf etwaige Geräusche… und lasse sie dann in den Hintergrund treten…

Auch aufkommende Gedanken lässt du für die nächsten Minuten wie auf einer Wolke von dir wegziehen. Nehme nun einige tiefe Atemzüge und komme in der Entspannung an. Atme durch die Nase ein. Atme durch den Mund aus.

Lass die Atmung jetzt etwas ruhiger werden, aber beobachte sie trotzdem weiterhin… Kannst du den Zyklus der Atmung verfolgen? Wie die Einatmung durch die Nase und den Rachen in die Lunge strömt… und wie die dich die verbrauchte Luft mit jedem Atemzug auf dem gleichen Weg verlässt… Versuche auch den Übergang zwischen Aus- und Einatmung und wiederrum zwischen Ein-und Ausatmung zu beobachten… Diesen sich ständig wiederholenden kurzen Augenblick der Stille, in dem nichts passiert. Falls du bemerkst wie du gedanklich abschweifst, nehme dies einfach nur wahr und komme wieder zur Übung zurück.

Kannst du spüren wo deine Atemzüge entstehen? Lege deine Hände nun auf den Bauchraum und spüre wie sich deine Bauchdecke mit jeder Ein- und Ausatmung hebt und senkt. Platziere deine Hände oberhalb deiner Brust und spüre wie sich deine Lunge mit jeder Ein-und Ausatmung ausdehnt und wieder zusammenzieht.

Lege dann deine Hände wieder auf deinen Oberschenkeln ab und versuche einfach für eine Minute deine Atemzüge zu zählen. Immer wenn du die Zahl 10 erreichst, startest du wieder von vorne.

Jetzt lass deine Fokus los und lass deine Gedanken kurz frei schweifen. Richte dich dann langsam drauf ein die Übung zu beenden… Nimm die Geräusche um dich herum wieder war, bemerke wie das Licht durch deine Lider flackert und fange an deine Hände und Füße leicht zu bewegen. Nimm noch drei tiefe Atemzüge, öffne deine Augen und komm wieder in der Gegenwart… Das Gefühl der Ruhe und Stille ist dir jederzeit über deine Atmung zugängig.

Autogenes Training

Beim Autogenen Training lenken wir die Aufmerksamkeit weg von unseren Gedanken hin auf unsere Körperempfindungen. Dazu möchten wir einen kleinen Einblick geben.

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Herzlich willkommen zur Einheit Autogenes Training mit der BKK ZF & Partner. Beim Autogenen Training lenken wir die Aufmerksamkeit weg von unseren Gedanken hin auf unsere Körperempfindungen. Heute möchten wir dir einen kleinen Einblick geben.

Nimm eine bequeme Position ein. Du kannst die Übung im Sitzen oder auch im Liegen machen. Mache es dir so bequem wie möglich. Schließe die Augen und mache dir bewusst wie du daliegst.

Gehe durch deinen Körper und suche nach Anspannungen… nach unbequemen Haltungen, mache es dir so bequem wie möglich… lasse alle Muskeln ganz locker und entspannt.

Versuche die Muskeln noch etwas mehr loszulassen und entspanne so gut wie möglich.

Du bist ganz ruhig und gelassen.

Spüre deine Knie, deine Oberschenkel und wie das Gesäß aufliegt. Sind die unteren Rückenmuskeln entspannt? Ist der Bauch noch angezogen? Prüfe, ob die Schultern locker sind und deine Arme ganz locker sind. Die Gesichtsmuskeln lässt du auch entspannen, der Unterkiefer ist ganz locker. Sei ganz locker und lasse alles los.

Konzentriere dich auf den Punkt zwischen deinen Augen, genau da, wo die Nase anfängt. Spüre diesen Punkt. Konzentriere dich auf diese Stelle.

Und jetzt gehe in deinen Körper hinein.

Ich bin ganz ruhig und gelassen.

Ich bin ganz ruhig und gelassen.

Ich bin ganz ruhig und gelassen.

Ich bin ganz ruhig und gelassen.

Ich bin ganz ruhig und gelassen.

Ich bin ganz ruhig und gelassen.

Gedanken kommen und gehen, ich lasse sie ziehen.

Ich gehe in meinen rechten Arm.

Der rechte Arm ist angeneeeeehm schwer. 

Der rechte Arm ist angeneeeeehm schwer.

Der rechte Arm ist angeneeeeehm schwer.

Der rechte Arm ist angeneeeeehm schwer.

Der rechte Arm ist angeneeeeehm schwer.

Der rechte Arm ist angeneeeeehm schwer.

Ich lasse die Schwere geschehen.

Ich bin ganz ruhig und gelassen.

Ich wandere in den linken Arm.

Der linke Arm ist angenehhhhhm schwer.

Der linke Arm ist angenehhhhhm schwer.

Der linke Arm ist angenehhhhhm schwer.

Der linke Arm ist angenehhhhhm schwer.

Der linke Arm ist angenehhhhhm schwer.

Der linke Arm ist angenehhhhhm schwer.

Ich bin ganz ruhig und gelassen.

Die schwere wandert durch meinen Körper in mein rechtes Bein.

Mein rechtes Bein ist angenehm schwer.

Mein rechtes Bein ist angenehm schwer.

Mein rechtes Bein ist angenehm schwer.

Mein rechtes Bein ist angenehm schwer.

Mein rechtes Bein ist angenehm schwer.

Mein rechtes Bein ist angenehm schwer.

Ich lasse die Schwere geschehen.

Ich bin ganz ruhig und gelassen.

Ich wandere in das linke Bein.

Mein linkes Bein ist angenehm schwer.

Mein linkes Bein ist angenehm schwer.

Mein linkes Bein ist angenehm schwer.

Mein linkes Bein ist angenehm schwer.

Mein linkes Bein ist angenehm schwer.

Mein linkes Bein ist angenehm schwer.

Ich lasse die Schwere geschehen.

Ich bin ganz ruhig und gelassen.

(1 Minute Pause)

Nimm langsam wieder den Raum um dich herum war.

Bringe Bewegung in deinen Körper. Spanne bewusst die Arme und Beine an. Atme tief ein und wieder aus. Öffne deine Augen.

Vielen Dank fürs Mitmachen.

Frühlingsspaziergang am See

Der Frühling und die erblühende Natur lösen in uns viele positive Gedanken aus. In diesem Podcast machen wir gemeinsam einen Ausflug an den See und genießen die Frühlingsstimmung. Lehnen Sie sich für einen kurzen Moment zurück und vergessen Sie den Alltag um sich herum.

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Hallo, schön, dass du da bist! Ich freue mich sehr, dich heute auf einen frühlingshaften Spaziergang an den See begleiten zu dürfen. Begib dich aber zunächst in eine für dich komfortable Position. Liegend oder sitzend bleibt dabei dir überlassen, Hauptsache du fühlst dich wohl. Deine Arme legst du locker neben deinem Körper oder auf deinen Oberschenkeln ab. Schließe deine Augen und lass einen Augenblick deine Gedanken fließen. Wie fühlst du dich? Stelle dir dann vor du stehst vor einem See und hast ein kleines Papierschiffchen bei dir. Deine Gedanken legst du sanft in das kleine Boot, setzt es ins Wasser und beobachtest wie das Schiffchen mit samt deiner Gedanken gemächlich von dir weg segelt. Nimm ein paar tiefe Atemzüge zu und nimm ganz bewusst wahr wie du ein und ausatmest.

Stelle dir dann vor es ist früher Abend, und die Luft die in deine Lunge strömt ist frisch, aber angenehm lauwarm. Zum ersten Mal dieses Jahr trägst du keine Jacke und fühlst eine kaum merkliche Brise auf deiner Haut. Du hörst einige Vögel zwitschern… und lauschst dem ruhigen Rauschen des Sees, der neben dir. Dir fällt auf wie lebendig und fröhlich deine ganze Umgebung aussieht. Sie ist in das sanfte Gold einer bald untergehenden Sonne getaucht. Vor dir ist ein großer See, der mit leichten Wellen an das Ufer schwappt. Kannst du die unterschiedlichen Farbschattierungen des Sees sehen? Das Helle blau, das je weiter du nach hinten auf den See schaust immer dunkler wird bis zu einem satten marineblau. Der Himmel spiegelt sich im See. Kannst du die kleinen Wolken am Horizont entdecken, die die Farbe des Himmels annehmen? Du siehst auch einige Möwen über den See fliegen. Du beobachtest sie einige Moment beim Gleiten. Am Ufer liegen Steine, in verschiedenen Größen und Formen. Wie einzigartig ihre Form doch aussieht! Hinter dem Steinufer blühen die ersten Blumen und unterstreichen die Frühlingsgefühle, die in dir aufsteigen. Welche Farben haben sie?

Du bist sehr froh, diesen Moment erleben zu dürfen, alles ist perfekt genauso wie es gerade ist. Du atmest tief und versuchst diesen Moment aufzusaugen. Die Dinge die du sehen kannst, aber auch das sanfte Kreischen der Möwen, das Rauschen der Wellen und der Geruch von Frühling in der Nase… Du gehst einige Schritte und bemerkst, dass sich der Himmel verändert hat: Die Sonne steht jetzt viel tiefer und es zeichnet sich ein unglaubliches Farbenspiel ab. Der ganze Himmel, aber auch der See sind getaucht in Lila, rosa, rot und orange. Vereinzelt bemerkst du, dass auch andere Menschen am See entlanggehen. Sie alle lächeln über diesen einzigartigen Augenblick und verstärken die freudvolle Atmosphäre. Unwillkürlich ziehen sich deine Mundwinkel nach oben und beschließt deinen Weg am See entlang fortzusetzen. Schritt für Schritt und ohne Zeitdruck läufst du immer weiter und lässt ganz entspannt nun auch deine Gedanken wieder fließen.

[1 Min Stille]

Komme nun zurück zu dir selbst und deinem Atem. Vertiefe deine Atemzüge nochmals und zähle dabei in Gedanken deine Atemzüge bis du bei 10 ankommst. Wie fühlst du dich jetzt? Hat dir die kleine Auszeit gutgetan? Denke daran du kannst in Gedanken jeder Zeit zu diesem Ort zurückkehren, der nur dir gehört. Stelle dich dann darauf ein wieder im hier und jetzt anzukommen. Nimm deine Umgebung wieder bewusst war und öffne deine Augen. Bis zum nächsten Mal!

Gedicht zum Einschlafen

Einschlafprobleme betreffen viele Menschen. Ein Grund warum wir uns überlegt haben, uns dem Thema etwas mehr zu widmen. Gesunder Schlaf ist so wichtig für unsere körperliche Gesundheit. Umso schlimmer, wenn man nicht richtig einschlafen kann. Mit diesem „Gedicht zum Einschlafen" wollen wir genau das versuchen - besser in den Schlaf zu finden.

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Herzlich Willkommen zum Podcast der BKK ZF & Partner. Ich heiße Lisa und lese dir heute etwas vor, damit du auf andere Gedanken kommst und einschlafen kannst. Einschlafprobleme betreffen wohl echt viele… Ein Grund warum wir uns überlegt haben uns dem Thema etwas mehr zu widmen. Schlaf ist sooo wichtig für uns und es ist echt doof wenn man nicht einschlafen kann…

Man sagt ja immer so schön, dass man zum Einschlafen monotone Dinge tun sollte. Dinge, die uns beruhigen. Dinge die uns müde machen. Bügeln soll zum Beispiel helfen. Oder Aufräumen. Vielleicht willst du auch Schafe zählen oder Einhörner. Oder du lauschst einfach einem Hörbuch. Hörbücher sind manchmal aber vielleicht doch zu spannend und mal will gar nicht einschlafen. Hmmm. Ja man könnte doch sogar etwas verpassen. Wie wäre es heute dann mal mit einem kleinen Gedicht? Du fandest Gedichte schon in der Schule langweilig und einschläfernd? Na dann erfüllen Sie ja in diesem Fall genau den Zweck. Ich versuche mir auch echt Mühe zu geben möglichst (anfangen) ruhig und gleiiiihmäääßig vorzulesen. Viel Spaß.

Zum Einschlafen zu sagen von Rainer Maria Rilke

Ich möchte jemanden einsingen,
bei jemandem sitzen und sein.
Ich möchte dich wiegen und kleinsingen
und begleiten schlafaus und schlafein.
Ich möchte der Einzige sein im Haus,
der wüßte: die Nacht war kalt.
Und möchte horchen herein und hinaus
in dich, in die Welt, in den Wald.
Die Uhren rufen sich schlagend an,
und man sieht der Zeit auf den Grund.
Und unten geht noch ein fremder Mann
und stört einen fremden Hund.
Dahinter wird Stille. Ich habe groß
die Augen auf dich gelegt;
und sie halten dich sanft und lassen dich los,
wenn ein Ding sich im Dunkel bewegt.

Flüstern: Schlaf schön! Bis zum nächsten Mal!

Gesund Führen

Wie kann ich meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen heutzutage gesund führen:  Die Arbeitswelt ändert sich ständig und stellt Führungskräfte und Mitarbeiter immer wieder vor neue Herausforderungen. In dieser Folge des BKK ZF & Partner Gesundheits-Podcast sprechen wir mit Robin Heintze (morefire GmbH) darüber, wie er es schafft sein Team gesund zu führen und worauf es dabei wirklich ankommt.

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00:00:00
Julia: Ein Hallo auch von mir. Ich bin Julia Kafka und ich führe euch ab sofort einmal im
Monat durch diesen Podcast. Wir picken uns ein Thema rund um die Gesundheit raus und
laden dazu spannende Gäste ein, die uns das Leben mit ihren Tipps und Erfahrungen ein
bisschen leichter, schöner und gesünder machen werden. Unser heutiges Thema ist ein ganz
wichtiges und noch oft unterschätztes Thema und zwar gesund führen. Es geht um
Mitarbeiterführung und dazu begrüße ich heute jemanden, der es sich quasi zur
Lebensaufgabe gemacht hat, seine Mitarbeitenden glücklich und zufrieden zu sehen. Aber
wie kriegt man das hin? Herzlich willkommen, Robin Heinze.

00:00:36
Robin Heintze: Vielen Dank. Ja, spannende Frage.

00:00:39
Julia: Absolut. Erzähl uns doch erst mal ganz kurz. Was machst du und wie bist du überhaupt
dazu gekommen, dich mit dem Thema der gesunden Mitarbeiterführung zu beschäftigen?

00:00:48
Robin Heintze: Ja, Robin Heinze, ich bin einer der Mitgründer und Geschäftsführer von
Morefire. Wir sind eine Online Marketingagentur mit Hauptsitz in Köln sind knapp unter 120
Mitarbeitenden mittlerweile. Viele davon auch die Remote arbeiten inzwischen und machen
im Bereich Onlinemarketing als Agentur alles, was unsere Kunden glücklicher und
erfolgreicher dann eben auch macht.

00:01:14
Julia: sehr schön, sehr gut. In vielen Unternehmen ist ja wirklich das Thema Gesundheit noch
ein absolutes Tabuthema irgendwie. Und dabei ist es eigentlich so wichtig, wie einige ja auch
schon wissen. Warum ist das denn aus deiner Sicht so wichtig, die Mitarbeitenden auch
gesund zu führen?

00:01:30
Robin Heintze: Klingt irgendwie doof, aber die Mitarbeitenden sind unsere wertvollste
Ressource. Wir sind ein Dienstleister. Wir sind davon abhängig, dass unsere Leute einen
super Job machen. Das erst mal Aus betriebswirtschaftlicher Sinn wäre es totaler Wahnsinn,
wenn wir da nicht irgendwie ein Augenmerk drauf haben. Weil wir haben den Anspruch,
dass die Leute sich bei uns wohlfühlen und dass sie vor allem auch lange bei uns bleiben. Das
heißt, wir haben viele Leute im Team, die auch fünf, zehn und auch über zehn Jahre bei uns
sind. In der Agentur Branche eher ungewöhnlich, aber es ist für uns wahnsinnig wertvoll,
weil die Leute extrem viel Erfahrung mitbringen. Die haben die DNA der Firma aufgesaugt
und die sorgen seit vielen, vielen Jahren dafür, dass unsere Kunden happy und erfolgreich
sind. Und wenn wir mit den Leuten vernünftig umgehen und ihnen halt eben Perspektiven
geben, dass sie sich weiterentwickeln können, dass sie eine gute Balance haben zwischen sie
arbeiten. Und sie haben auch einfach mal den Kopf frei und haben Zeit, andere Dinge zu
machen. Dann bleiben sie gerne lange bei uns und wir brauchen uns keine Sorgen um sie
machen. Also dementsprechend ist es aus betriebswirtschaftlicher Sicht alleine schon
unglaublich wichtig, sich darum zu kümmern. Abgesehen davon wir sind ja nicht nur ein
BWLer irgendwie, sondern auch noch Menschen. Und ja, das sind Leute, mit denen ich
tagtäglich zusammenarbeite. Das ist wie wie ich bei meiner Familie, bei meinen Freunden,
bei meinen Bekannten, denen ich auch wünsche, dass es denen gut geht - psychisch und
physisch, ist das bei meinem Team natürlich auch so, ich will einfach den Leuten... ich will
sehen, dass es denen gut geht und dass sie sich wohlfühlen. Und deswegen ist das für uns
ein ganz, ganz wichtiges Thema.

00:03:04
Julia: Das schafft man aber tatsächlich heutzutage, glaube ich, nicht mehr mit dem
obligatorischen Obstkorb, der irgendwo steht, den man aus vielen Agenturen kennt. So
einfach ist es dann nicht, oder?

00:03:15
Robin Heintze: Wir haben auch den Obstkorb, den obligatorischen. Wir haben aber auch eine
eigene Kneipe im Büro. Ich weiß nicht wie gesundheitsfördernd das auf Dauer ist.

00:03:24
Julia: Bestimmt sehr.

00:03:26
Robin Heintze: Ne Kneipe mit einem Bier Kühlschrank, aber da gibt es auch alkoholfreie
Getränke drin. Also insofern, auch da legen wir großen Wert auf die Gesundheit.

00:03:34
Robin Heintze: Ja, ich glaube, das fängt halt auch sehr viel mit Wohlbefinden erst mal an,
dass man sich wohlfühlt bei den Leuten, die sich um einen rum bewegen, also dass man da
auch einfach merkt, wo man ist. Jetzt nicht einfach nur eine Ressource, die irgendwie
Projekte abwickelt, sondern man wird als Mensch da auch gesehen und als Mensch
wahrgenommen und kann so sein, wie man wirklich auch ist und kriegt halt eben diese
Wertschätzung auch von Führungskräften und von den Kolleginnen und Kollegen
drumherum. Und der Obstkorb sorgt für ein bisschen Vitamine. Aber mal ganz im Ernst Also
Vitamine sind glaube ich, nicht das Problem, warum Menschen ungesund werden. Das kann
man, glaube ich, durch einen Gang in den Supermarkt lösen, sondern da spielen ganz andere
Faktoren eine Rolle. Also zum einen dieses Thema, sich wohlfühlen, mit Leuten
zusammenzuarbeiten, die man mag, mit denen man sich gut versteht. Und zum anderen halt
eben auch dann eine Perspektive zu haben, einen Sinn in dem sieht, was man tut. Und auch,
dass man ja auch Zeit hat, die Dinge zu machen und nicht permanent unter Druck steht und
unter Stress steht. Und das sind eine ganze Reihe an Faktoren. Und der Obstkorb ist, glaube
ich, der, der am wenigsten Impact auf das tatsächliche Wohlbefinden oder auf die
Gesundheit hat.

00:04:50
Julia: Ja, da stelle ich mir die Bar auch ehrlich gesagt schon irgendwie wichtiger vor, weil ja,
es ist ja auch wirklich dieses Teambuilding, dieses Bonding, das man hat, wenn man
zusammenkommen nach der Arbeit. Ich meine, jeder kennt das mit Mitarbeiter oder mit
Kollegen. Einfach noch mal irgendwie auf ein Bier gehen. Und wenn man das natürlich in der
Arbeit selbst hat, das ist natürlich mega und der Chef dann auch noch mitkommt und der
auch noch nett ist. Super. Also ich glaube, das hilft schon weiter.

00:05:15
Robin Heintze: Ja, manchmal dürfen wir als Geschäftsführer auch dazu kommen, aber es ist -
ich glaube, sie finden es auch okay, wenn wir manchmal nicht dabei sind.

00:05:23
Julia: Schön, aber wenn es ja auch gut ist, wenn es auch gewünscht ist oder wenn die Leute
sich auch trotzdem wohlfühlen, wenn auch der Chef dabei ist. Das hat ja schon wirklich was.
Ich glaube, da zieht, wie du auch schon gesagt, dass das Unternehmen auch ganz viel. Was
sind denn konkret so die Vorteile für eine Firma, sich zu überlegen okay, jetzt führe ich meine
Mitarbeiter vielleicht mal in einem anderen Stil. Ich gehe mal weg von diesem Ja, ich bin der
Chef, du bist der Angestellte. Hier kommt von oben der Druck und mach mal - was konkret
hat man denn als Firma für Vorteile?

00:05:53
Robin Heintze: Ja, wir drehen einfach mal um und sagen - So was hat es eigentlich für
Nachteile, wenn man es nicht macht? Also man verliert erst mal so gar nichts dadurch. Ich
glaube, der Hauptgrund, warum zum Teil Unternehmen so geführt werden, ist die Angst vor
Autoritätsverlust, wenn man nicht autoritär ist und wenn man halt nicht so dieses von oben
herab macht. Und ich glaube, das kommt sehr stark dann daher, wenn man sich davon mal
frei macht und sagt Was habe ich eigentlich zu verlieren? Da ist nichts - so und
dementsprechend welche Vorteile sind da, wenn du dich mit den Leuten auf Augenhöhe
bewegst, dann bekommst du so viel wertvolles Feedback von den Leuten.

00:06:34
Julia: Das glaube ich.

00:06:35
Robin Heintze: Dass sie sonst, wenn sie Angst vor dir haben, wenn sie ja auch Angst haben,
Fehler zu machen, Angst haben um welche...? So - Darf ich dem das jetzt sagen? Oder was
hat das für eine Konsequenzen, wenn sie merken, das hat keine negativen Konsequenzen,
sondern eher positiv, wenn sie Sachen auch kritisieren? Also wenn du so diese nahbar keit
schaffst, dann bekommst du die Möglichkeit besser zu werden, weil du einfach auch ein
ehrliches Feedback hast. Wenn du Dinge entscheidest oder so kommunizierst, dass die Leute
sagen Was soll das denn jetzt? Und sie dir das mitteilen, dann weißt du, woran du arbeiten
kannst. Und das hilft mir. Das hilft uns als als Geschäftsführung, das hilft uns als gesamte
Führungsmannschaft unglaublich. Es führt natürlich auch dazu, dass ich manchmal mehr
denke, so auf das Feedback hätte ich jetzt aber auch selber drauf verzichten können. So im
ersten Moment, wo ich einfach auch sehr klar, sehr deutlich von Leuten kritisiert werde, wo
ich mir dann auch denke "Dürfen die das überhaupt. Würden die sich das bei anderen
Unternehmen eigentlich auch trauen? Und eigentlich ist die Frage total egal, weil es ist gut,
dass sie es machen, auch wenn es mir in dem ersten Moment irgendwie... Ich hätte es gerne
dann in dem Moment nicht gehört, aber es ist unglaublich wertvoll und diese Kultur hilft uns
permanent auch besser zu werden und auch so zu kommunizieren, dass unsere Leute
verstehen, was wir eigentlich wollen von ihnen. Und ja, das ist eine wertvolle Basis, um
permanent besser zu werden.

00:07:57
Julia: Wie gehst du denn konkret damit um, wenn dir jetzt ein Mitarbeiter so ein Feedback
gibt, das dir jetzt nicht taugt?

00:08:07
Robin Heintze: Also ich glaube, ich kann ganz gut damit umgehen. Das ist natürlich erst mal
meine subjektive Meinung, aber da die Leute das auch in Regelmäßigkeit machen, glaube
ich, dass meine Reaktion darauf auch erst mal insofern positiv ist. So im ersten Moment
ärgere ich mich dann darüber, dass ich Dinge nicht so mache, wie sie vielleicht optimal sind.
Im zweiten Moment versuche ich halt auch einfach dann die passenden Ableitungen daraus
zu treffen. Und ich bedanke mich in erster Linie dann auch immer dafür, weil ich weiß, dass
es für Leute, insbesondere wenn sie neu bei uns sind, nicht einfach ist, so einen Schritt zu
machen. Und jemand, der irgendwie dann den Titel Geschäftsführer hat, das ist eine
Autoritäts Schwelle für die Leute und die sind sie nicht gewohnt zu überschreiten. Musste ich
auch selber erst mal lernen, weil für mich war es total normal, dass Leute zu mir kommen.
Mir immer sagen "Das hast du jetzt doof gemacht." Aber für viele ist das dann doch eine
Hürde. Musste ich lernen. Und das Wichtigste aus meiner Perspektive ist, die Leute darin zu
bestärken, dass das gut war, dass sie das gemacht haben, damit sie auch anderen davon
erzählen, die sich das dann vielleicht nicht trauen und damit sie es auch wieder machen.

00:09:10
Julia: Das ist auch ein gutes Stichwort, eigentlich Motivation. Also ich meine ein Danke, ein
ganz einfaches Danke hat so viel Kraft. Und so viele Menschen, so viele Führungskräfte
wissen das leider scheinbar gar nicht und sparen oft daran. Machst du dir da auch drüber
Gedanken, warum so viele Menschen da eigentlich so wenig von Gebrauch machen? Kannst
du dir das erklären? Weil das gibt es ja ganz, ganz oft, da seid ihr ja eigentlich die Ausnahme,
eher leider noch.

00:09:37
Robin Heintze: Auch wir kriegen zum Teil das Feedback, also wir machen tertialsweise. wir
waren früher quartalsweise, jetzt sind wir auf Tertiär umgestiegen, Mitarbeiter-Umfragen,
wo wir halt eben auch uns Feedback einholen. Und da war eben auch immer so dieses
Thema. Ja, ich hätte gerne mehr Wertschätzung oder mal häufigeres Danke, wäre sehr nett.
Muss ich mich selber auch an die eigene Nase fassen. Das ist nicht alles perfekt, was wir
machen. Ich kann nur vermuten, warum es andere weniger machen. Bzw ich kann die
Situation schildern wo ich merke er hätte es mehr machen können. Oft Affekt, weil viel über
den Tisch läuft und es irgendwie dann untergeht. Das ist glaube ich so einer der der
wichtigsten Gründe. Und weil man es auch selten vorgelebt bekommt von anderen, weil es
eher ungewohnt ist und dementsprechend dann auch gar nicht so ritualisiert ist. Und woran
wir halt eben so immer wieder arbeiten, ist in jeder Situation, wo wir auch das gesamte
Team vor uns haben, in jeder Situation, wo wir die Möglichkeit haben, so Feedback zu geben,
dass wir das dann auch machen. Wir hatten auch zum Teil die Situation, dass wir gesagt
haben Ist jetzt doof, wenn wir eine einzelne Person vor allen anderen loben, weil alle
anderen machen bestimmt auch tolle Sachen jeden Tag und die werden dann nicht gelobt.
Und das kommunizieren wir dann auch halt mit und sagen Ja, jetzt eben war ja mal hier die
eine Person auf dem Podest, weil wir haben da ein Kunden Feedback gekriegt, das war
überragend. Da wollen wir euch alle mal dran teilhaben lassen, wohlwissend, dass viele von
euch genau das gleiche Feedback auch verdient hätten. So um dem ganzen Kontext zugeben
und auch dann keine Angst davor zu haben, dass andere enttäuscht sind. Oder die Person,
die man jetzt auf das Podest gehoben hat, dass die dann total abhebt. Nee, das sind tolle
Menschen, die bei uns arbeiten, da brauche ich keine Sorgen vor haben oder dass die dann
auf einmal sagen Ich will sofort mehr Gehalt haben, weil ich bin jetzt einmal gelobt worden.
Nein, das das findet so nicht statt. Also die Leute sind geerdet und ich glaube, danken ist
etwas, was man einfach für sich selber ritualisieren muss und einfach gucken, dass man es in
jedem Meeting mit drin hat, dass man es in jeder Situation, wo einem etwas positiv auffällt,
dass man auch einfach Danke dafür sagt. Man muss sich dran gewöhnen.

00:11:37
Julia: Ja, das eine ist die Wertschätzung, das andere ist die Motivation. Und das eine hängt ja
mit dem anderen auch irgendwo ein Stückweit zusammen. Wenn ich Danke sage, dann ist
der Mitarbeiter dann auch gleichzeitig wieder motiviert, weil das glaube ich, hat schon große
Auswirkungen auch darauf, wenn man überhaupt kein Danke kriegt, keine Motivation vom
Chef. Was passiert dann am Ende, wenn man auf Dauer permanent unter Druck steht und
ständig Stress von oben kriegt und unter Stress steht? Gibt es da auch noch was Konkretes,
was ihr quasi macht als Führungskräfte, abgesehen vom Feedback?

00:12:09
Robin Heintze: Also wir fragen die Leute auch ganz konkret wie sie auf so einer Motivations
Skala gerade stehen, weil es gibt ganz viele Faktoren, warum jemand gerade nicht so
Leistung abliefert, so glücklich gerade bei uns ist, sich auch so auf die Arbeit stürzt und rein
stürzt, wie wir uns das vielleicht irgendwie auch wünschen würden. Das liegt ja nicht immer
nur an uns, sondern die Menschen haben ja auch noch ein Leben außerhalb von hier. Das ist
auch gut so, das soll auch so bleiben. Aber auch wenn in dem Leben halt irgendwas passiert,
dann macht das natürlich auch was mit ihnen. Und wenn sie einfach sagen Wow, ich arbeite
unglaublich gerne bei Morefire, aber ich habe gerade den anderen Fokus, weil ich habe zu
Hause totalen Trouble oder wir haben gesundheitliche Probleme in der Familie, keine
Ahnung was. Deswegen fragen wir die Leute auch einfach ganz explizit so auf der Skala Wo
siehst du dich denn jetzt, wo stehst du jetzt gerade da? Um es zu verstehen, nicht zu sagen,
wenn dein Motivations Level zu niedrig ist, dann schubsen wir natürlich mehr nein, sondern
so können wir vielleicht Steine aus dem Weg räumen. Bist du vielleicht im falschen
Aufgabenfeld etc.? Also also das ist erstmal zu verstehen. Wo die Leute gerade sind ist super
hilfreich, weil nur dann können wir eben mit ihnen zusammen was daran machen. Weil
Motivation ist ja ein extrem individuelles Thema, so dich Julia motivieren wahrscheinlich
andere Dinge als mich und dementsprechend müssen wir uns da jeden einzelnen Mensch
anschauen. Und natürlich gibt es dann auch gewisse, sage ich mal, Frameworks, gewisse
Raster, die man anwenden kann. Wichtig ist dann eben auch, dass die Leute eine Aufgabe
haben, das auch was, was wir immer gespiegelt kriegen, wo sie merken, dass sie auf den
Gesamterfolg des Unternehmens, an den Gesamt Zielen des Unternehmens teilhaben
können. So, jetzt hatten wir das Gespräch gehabt mit einem Kollegen noch diese Woche, wo
genau das eben der Faktor war. Er wollte genau wissen Wie kann ich dafür sorgen, dass wir
erfolgreicher sind? Ich will nicht nur meinen Job machen, sondern ich will halt auch schon
sehen, dass das irgendwie so ein Impact auf das Ganze hat. Und das ist halt super gutes
Feedback, weil ich ihm dann erklären konnte, warum sein Job genau so wichtig ist und
warum er eigentlich das macht, was er macht. Also welchen Mehrwert haben wir als
Gesamtorganisation davon? Und das einmal für ihn so zu verbildlichen, damit er sich eben
auch dann auf die entscheidenden Punkte fokussieren kann? Also die Leute müssen wissen,
welchen Einfluss oder was das Ergebnis ihrer Arbeit ist. Was dann daraus resultiert, das hilft
total und dann auch, dass sie kontinuierlich gefordert werden. Also das heißt, dass die Latte
auch so ein kleines bisschen höher gesetzt wird, sodass es Themen gibt, an denen sie, wo sie
sich dran reiben können, wo Sie wissen, okay, das ist außerhalb meiner Komfortzone. Also es
ist nicht nur Routine, aber es ist nicht so weit, dass es total erschlagend ist, weil wenn du auf
einmal siehst, okay, wir setzen jetzt Ziele, die völlig absurd weit weg sind, die brutal sind,
dann ist das völlig demotivierend, wenn man weiß Okay, wir gehen Schritt für Schritt weiter,
wir machen so eine iterativen Weiterentwicklung. Und ja, ich muss mich ein bisschen
strecken, aber es ist erreichbar. Das ist motivierend. Wenn du keine Ziele hast, du das total
easy siehst, alles zu erreichen. Dann machst du Dienst nach Vorschrift und kommst nicht
weiter. Und dann wirst du träge. Und das macht keinen Spaß. Das heißt fordern, auch die
Rahmenbedingungen stellen, dass man sich weiterentwickeln kann, dass man die
Unterstützung bekommt, die man benötigt und immer ein kleines bisschen aus der
Komfortzone wieder raus sich selber schubsen muss. Das sind so Maßnahmen, wo wir
merken, dass das die Leute schon extrem motiviert.

00:15:33
Julia: Klingt nach einem guten und gesunden Konzept, muss ich sagen. Legt sich das dann
aber auch schon in Zahlen quasi aus, dass man sagen kann Ganz konkret sehen wir Unsere
Mitarbeiter sind deutlich weniger krank, zum Beispiel, weil glücklicher, gleich auch gesünder
sozusagen.

00:15:50
Robin Heintze: Also die letzten zwei Jahre haben das Bild ein bisschen verändert, die letzten
paar Monate auch, weil wir einfach wie alle anderen auch mit Corona Ausfällen natürlich zu
tun hatten. Dazu hatten wir das Thema auch psychische Belastungen im Rahmen der
diversen Lock Downs, die wir hatten, wo wir einfach gemerkt haben, dass Leute auch dann
aktiv gesagt haben So, ich komme jetzt gerade ans Limit ran, ich würde gerne ein bisschen
runterfahren, einfach weil so dieses, was uns als Unternehmen, als Agentur ausmacht, ist
halt eben auch eine sehr starke Gemeinschaft. Dieses Bier ab vier freitags nachmittags, dann
bei uns in der Büro Theke. Diese ganzen Sachen sind halt weggefallen und das macht was mit
Leuten. Und da haben wir auch gemerkt, dass dann Leute, die dann auch noch Familie
irgendwie zu Hause betreuen, Homeschooling und nebenbei noch arbeiten. Und da sind
Leute an die Grenze gekommen. Das heißt, die letzten zwei Jahre würde ich sagen, ich habe
es nicht komplett im Kopf, aber war der Krankenstand höher als sonst. Also so dieses ich
melde mich mal zwei Tage krank wegen Schnupfen oder so was. Das war bei uns nie groß der
Fall. Also klar, immer Ausfallzeiten wegen größeren Verletzungen oder Krankheiten. Ja, aber
sonst haben wir einen extrem niedrigen Krankenstand und keine extrem niedrige Fluktuation
dafür, dass wir eine Agentur sind. Das heißt, die Leute bleiben.

00:16:59
Julia: Das spricht definitiv für euch. Ja, absolut. Gerade bei den Agenturen.

00:17:04
Robin Heintze: Gut Was natürlich auch dazukommt Wir sind ein relativ junges Team. Das
kann man natürlich, wenn man das dann mit anderen Branchen vergleicht. Wenn der
Altersschnitt bei 40 plus ist, ist das was anderes als wie bei uns. Wenn wir irgendwo bei Ich
kann es gar nicht genau sagen wahrscheinlich um die Ende 20 im Durchschnitt sind, ist das
natürlich was anderes. Aber grundsätzlich längere Ausfallzeiten oder so was ist bei uns eher
Mangelware.

00:17:26
Julia: Okay, Burn out. Und so weiter und so fort. Was ja auch jetzt irgendwie mal öfter ist in
Agenturen, weil der Stress und Druck so hoch ist. Bei euch eher weniger der Fall.

00:17:35
Robin Heintze: Tatsächlich im Rahmen der Lock Downs, dass Leute psychisch einfach gesagt
haben Ich kann mich nicht mehr auf Arbeit konzentrieren. So was kam dann auch vor, war
aber weniger der Arbeitslast geschuldet. Wir haben zwar auch immer wieder Projekt -
Phasen, wo es stressig wird, wo es zur Sache geht, wo auch mal eine Stunde mehr gearbeitet
wird als eigentlich geplant. Klar, auch das gibt es bei uns, das gibt es, glaube ich, in jedem
Unternehmen. Aber es ist nicht Teil des Systems, sondern wir verplanen nur 80 % der zur
Verfügung stehenden Arbeitszeit von den Mitarbeitenden auf Projekte. 20 % sind Puffer,
Puffer für Weiterbildung, Puffer für Da läuft gerade ein Projekt nicht so wie geplant und wir
brauchen mehr Zeit. Puffer für Austausch mit Kollegen, Puffer, um einfach mal auch an
eigenen Projekten weiterzuarbeiten und dadurch diese 80 % erreichen, damit wir profitabel
arbeiten können. Und wir sagen, wir brauchen diese anderen 20 % einfach, dass die Leute
fachlich fit bleiben. Wir sind in einem Umfeld unterwegs, wo die weitere
Entwicklungsgeschwindigkeit so rasend schnell ist, dass die Leute sich weiterentwickeln
müssen, weiterbilden müssen, damit wir gut bleiben. Also das heißt, wir müssen da
permanent quasi rennen, was unseren Wissensstand angeht, um auf der Stelle zu bleiben
alleine. Und ja, deswegen ist so diese, diese Mentalität, wir verplanen nicht die volle Zeit
unserer Leute und quetschen die Lebenszeit, die sie uns zur Verfügung stellen, aus, um
wirklich jeden Cent da rauszuholen. Führt auch dazu, dass wir wenig Überlastungen haben.
Trotzdem gibt es immer wieder Spitzen, wo Leute auch sagen Jetzt bin ich auch erst mal für
diese Woche.

00:19:07
Julia: Okay, drehen wir es mal um und schauen mal auf die Führungskräfte. Wie schwer ist es
denn für Führungskräfte, mit dem ganzen Druck auch umzugehen? Und eigentlich muss die
gesunde Führung ja von ganz, ganz oben kommen, damit es nach unten auch weitergegeben
werden kann. Wie geht man da als Führungskraft mit um?

00:19:25
Robin Heintze: Die meisten unserer Führungskräfte haben sich bei uns entwickelt. Das heißt,
sie sind nicht als Führungskraft gestartet, sondern sie waren erst auf der operativen Ebene,
haben bei uns im Bereich Onlinemarketing Kunden betreut und haben sich dann sukzessive
weiterentwickelt. Und dann haben wir festgestellt okay, sie sind jetzt an einem Punkt, wo wir
sagen, könnte auch eine tolle Führungskraft werden, sodass sie im Prinzip auch beide Seiten
kennen. Dazu haben wir eine sehr gute Basis in der gesamten Führungsmannschaft, also
unsere Führungskräfte. Da sind wir als Geschäftsführer mit drin, aber dann eben auch unsere
fachlichen Leiter. Die Head offs heißen. Die bauen so einen Head of SEO, der sich dann um
diesen Fachbereich bei uns kümmert. Und dann haben wir auch noch Teamleiter, die die
disziplinarische Führung. Ich hasse das Wort, ich habe nur keine bessere Bezeichnung dafür.
Disziplinarische Führung also die sind für die persönliche Weiterentwicklung Ihres Teams
verantwortlich. Und jeder Ansprechpartner oder jeder Mitarbeitende bei uns hat sowohl
eine fachliche als auch eine dieser persönlichen Führungskraft. Und wir verstehen uns in
dieser gesamten Führungs runde auch als Team. Und das heißt, wenn die Führungskräfte zu
viel Druck haben oder merken, das ist uns zu viel, zum Beispiel mein Team ist zu groß
geworden, ich schaffe es nicht mehr, den Leuten gerecht zu werden. Ja, dann schlagen die
bei uns als Geschäftsführung auf und sagen So, wir müssen da was dran ändern. Auch da
wieder die Augenhöhe. Da kommt dann halt auch mal Feedback, was wir ungern hören, aber
was unglaublich wertvoll ist in dem Moment und wo wir dann reagieren müssen. Das heißt,
die Führungskräfte fordern uns als Geschäftsführung dann natürlich auch, damit wir für sie
die besten Rahmenbedingungen stellen können, damit sie ihre Leute optimal führen können.
Und das geht ja in jede Richtung so, also das heißt, wenn unsere Führungskräfte ausbrennen
würden, wenn wir die überfordern würden, dann würden wir eine, eine ganz, ganz wichtige
Säule, auf der unser Unternehmen steht, irgendwie absägen. Wäre jetzt nicht so super
clever, aber.

00:21:19
Julia: Ja nicht wirklich, nein. Das heißt, die Führungskräfte gehen dann auch mit einem
positiven Beispiel voran? Es gibts ja ganz oft Der Chef arbeitet rund um die uhr, macht keinen
Urlaub, raucht im Zweifel wie ein Schlot, macht keinen Sport und ernährt sich ungesund. So
ungefähr. Und da beißt sich wahrscheinlich die Katze in den Schwanz. Ihr lebt das schon auch
von oben vor?

00:21:40
Robin Heintze: Ja, also in meinem Kalender kann jeder sehen, was ich mache. Und da steht
halt mittwochs ab 12:30 steht Kinder im Kalender bis 16:00. So, und dann weiß jeder okay,
der, der Robin hat auch ein Leben außerhalb von hier - ganz offensichtlich. Und es weiß jeder.
Wir haben einmal im Monat Freitags Meeting virtuell, das ist um 16:00 und ich muss mich
um 16 45 spätestens ausklinken, weil ich um 17:00 zum Fußball muss, weil ich halt auch
Fußballtrainer bin, von der Mannschaft, von meinem Sohn, und das kriegen die Leute halt
auch live mit und das wird vorgelebt und Führungskräfte haben auch Urlaub und ich bin da
zum Beispiel von einer Teamleiterin mal darauf hingewiesen worden. Robin Ich weiß, du
arbeitest am Wochenende, aber kannst du vielleicht die Emails, die du schickst, am
Wochenende einfach auf den Montag timen, dass die nicht am Sonntag bei den Leuten
ankommen, damit sie nicht darauf antworten? Ja klar. Ne, macht total Sinn. Ich teile mir
meine Zeit halt so frei ein und muss dann mit den Leuten schimpfen, dass die aufhören, auf
meine Emails am Wochenende zu antworten. Das ist ganz klares Vorleben und das macht
jeder bei uns so in der Führungsmannschaft.

00:22:44
Julia: Gibt es denn da auch Tipps zum Thema Weiterbildung? Also fordert ihr das auch? Bzw
fördert ihr das also bei den Führungskräften, dass ihr sagt okay, Weiterbildung auch zu dem
Thema Wie führe ich Mitarbeiter, wie mache ich das?

00:22:55
Robin Heintze: Ja, definitiv. Also die haben Coaching Angebote, die kümmern sich da auch
selber drum und sagen was sie gerne hätten. Wir haben keine festen Weiterbildungs
budgets, aber wenn die Führungskräfte sagen ich würde ja gerne einen Workshop dazu
buchen oder wir würden gerne mal jemanden einladen für einen Workshop zu Themen,
dann machen die das auch einfach ohne das, dass wir da irgendwie groß drüber diskutieren.
Wir haben auch noch eine externe Coachin, eine super Dame, die uns da als
Führungsmannschaft auch an die Hand nimmt und auch so ein bisschen Sparringspartner
dann auch ist, uns hinterfragt und so ein bisschen Challenge uns als Team fordert und wo
auch dann in unterschiedlichen Gruppen dann auch an Themen gearbeitet wird. Und das
funktioniert extrem gut. Plus Was wir eben auch machen ist, dass wir den Leuten viel Zeit
einräumen, dass zum Beispiel die Teamleader untereinander sich viel austauschen können,
weil das so ein bisschen auch Richtung Selbsthilfegruppe geht. Die haben alle
unterschiedliche Backgrounds, die kommen aus verschiedensten Bereichen und bringen
dadurch unterschiedliche Erfahrungen mit und können sich dadurch gegenseitig auch
wahnsinnig gut coachen und auch einfach die Zeit dafür einräumen. Ist super wertvoll und
wir merken das daraus aus diesen Runden dann auch wieder hilfreiches Feedback in andere
Richtungen kommt, in Richtung der fachlichen Leiter, in Richtung der Geschäftsführung.

00:24:12
Julia: Für wie wichtig hältst du denn solche Weiterbildung, solche Coachings? Weil es gibt ja
Branchen, zum Beispiel die Pflegebranche. Da werden Mitarbeiter plötzlich Führungskräfte
haben keine Anleitung jemals bekommen und stehen plötzlich da und sagen Oh mein Gott,
was soll ich tun? Glaubst du, dass es ganz wichtig ist, solche Dinge zu machen? Was wäre
dein Tipp, dass man da gut durchkommt?

00:24:32
Robin Heintze: Ja, haben wir früher auch schon mal so gemacht. Einfach die fachlich fittesten
Leute, die sind dann zur Führungskraft geworden und hatten dann auf einmal Aufgaben, auf
die sie nicht vorbereitet waren. So, das waren tolle Leute, die haben sich da auch entwickelt,
die sind da dran gewachsen. Jetzt haben wir inzwischen auch gemerkt, das können wir
deutlich besser machen und bereiten die Leute darauf vor. Wir haben mal in der
Vergangenheit auch zum Beispiel, wo es darum ging, Leute, die überlegen, ob sie demnächst
Führungskraft werden wollen, weil ist ja auch nicht für jeden was. haben wir ein Bootcamp
gemacht und haben halt eben denen mal Trainings an die Hand gegeben, haben gesagt So,
das erwartet dich dann so, das wäre dann deine Aufgabe als Team oder als Head of, also als
fachlicher Leiter. Das Spannende war, die haben dann gesagt Nee, will ich doch nicht, ich will
eigentlich nur noch fachlich arbeiten, ich will keine Leute führen. Was bedeutet es eigentlich,
Führungskraft zu sein? Es muss nicht der logische nächste Karriereschritt sein. Wenn du
fachlich top bist, muss nicht der logische nächste Karriereschritt sein, dass du Führungskraft
wirst. Und diese Denkprozesse mussten wir auch erst mal unterbrechen. Und jetzt machen
wir es dann halt so, dass wenn Leute diesen Schritt gehen, wie sie darauf vorbereiten, sie
kriegen Sparringspartner an die Hand. Das ist dann zum Beispiel bei den fachlichen Leitern
bin ich das dann für einen Teil der Leute so, dass sie immer jemanden haben, den sie fragen
können. Wir haben ganz, ganz viele Prozesse, ganz viele Systematiken aufgebaut, an denen,
die sich festhalten können, dann auch, um ihnen einfach auch Strukturen und Sicherheit an
die Hand zu geben und dann sie langsam in dieses Thema reinfühlen und nicht sagen
Herzlichen Wunsch, hier ist dein Team. 20 Leute die warten auf dich und ich melde mich in
zwei Monaten wieder und guck mal, ob du noch lebst. Nee, das funktioniert nicht, sondern
wir sorgen schon dafür, dass sie auch an die Hand genommen werden und sehr strukturiert
da rein geführt werden.

00:26:16
Julia: Viele haben, glaube ich auch ein bisschen Angst, dass es gleich super viel Arbeit oder
super viel mehr Arbeit ist, jetzt eine gesunde Mitarbeiterführung zu haben, weil sie sich
mehr kümmern müssen. Glaubst du wirklich, das ist so? Ist es so viel aufwändiger? Oder
sagst du, wenn man das einmal irgendwie verinnerlicht hat, dann ist das ganz normal und ist
nicht mehr Arbeit als ohne.

00:26:36
Robin Heintze: Da wir jetzt noch keine total ungesunde Mitarbeiterführung praktiziert haben,
kann ich jetzt nicht den den AB Vergleich machen und sagen das war so! Ich wage aber mal
die These und ich glaube, da lehne ich mich nicht zu weit aus dem Fenster, dass ich sage,
eine ungesunde Mitarbeiterführung macht unterm Strich ein Vielfaches an Arbeit, an an so
vielen Stellen. Du hast viel mehr Ausfälle. Weil die Leute einfach überlastet sind. Du hast eine
höhere Fluktuation, das heißt, du musst mehr Energie in Recruiting stecken. Ich betrachte
jetzt nicht nur die einzelne Führungskraft, sondern wirklich die Gesamtorganisation, die ja
davon profitieren sollte. Das heißt, im Bereich HR fällt wahrscheinlich deutlich mehr Arbeit
an, weil Stellen nachbesetzt werden müssen, Krankheitsfälle oder eben auch weniger
Motivation bei den Leuten. Das heißt, um den gleichen Output zu erreichen, musst du mehr
Input geben oder mehr zeitliche Ressourcen reinstecken. Du hast mehr Konflikt Gespräche,
du hast mehr Stress. Also das Wohlbefinden der Mitarbeiter in den Fokus zu stellen, sollte zu
weniger Arbeit führen. Ganz wichtig noch Es geht nicht darum, dass man die Leute glücklich
macht. Es ist nicht unsere Aufgabe, die Leute glücklich zu machen. Können wir gar nicht.
Sondern wir stellen Rahmenbedingungen, dass sie sich toll entwickeln können, dass sie sich
wohlfühlen und einen guten Job machen. Weil deswegen sind sie da. Es ist nicht unsere
Aufgabe, den Leuten nur alles schön machen, sondern sie sollen einen guten Job bei uns
machen können. Und Voraussetzung dafür ist, dass sie sich wohlfühlen. Also so herum muss
man das betrachten. Wir machen kein Feel Good Management aus Prinzip, weil wir
irgendwie da einen altruistischen Antrieb drin hätten, sondern das ist tatsächlich auch
betriebswirtschaftlich sinnvoll für uns.

00:28:11
Julia: Sehr, sehr spannend. Abschließend die Frage Wenn du drei Punkte nennen müsstest
für eine gesunde Mitarbeiterführung, was wären das für drei Punkte? Was ist besonders
wichtig?

00:28:24
Robin Heintze: Individueller Fokus auf jede einzelne Person. Das heißt, ich muss die Person
kennen, sonst kann ich sie nicht gut führen. Das ist die Voraussetzung, weil ich mich dann
nur individuell auf diese Person einstellen kann. Zweiter Punkt ist Wertschätzung, also diese
Wertschätzung in den Fokus zu stellen. Das ist ein Mensch, mit dem ich es zu tun habe, der
das Wertvollste, was er hat, nämlich seine Lebenszeit, dem Unternehmen zur Verfügung
stellt. Und meine Aufgabe als Unternehmer, als Führungskraft ist es, mit dieser Ressource so
gut wie möglich umzugehen. Das Wertvollste, was der Mensch hat, gibt er dir. Den meisten
ist es gar nicht bewusst, dass es wirklich so ist. Aber mach das Beste daraus und geh
entsprechend achtsam und wertschätzend mit dieser Person um. Weil dann kannst du auch
den größtmöglichen Outcome aus unternehmerischer Sicht rausholen. Und beides in
Kombination sorgt dafür, dass Unternehmen gut geht. Und der dritte Punkt ist. Das Thema ja
auch wirklich Druck reduzieren, sich auf den Outcome konzentrieren und nicht immer mit
mehr Druck versuchen und noch das mehr auszupressen. Oder anders gesagt Gras wächst
nicht schneller, wenn man dran zieht. Also da einfach dem ganzen Zeit geben und den Leuten
halt eben auch die Möglichkeit geben sich zu entwickeln, damit sie aufs nächste Level
kommen. Und halt eben auch, was ich vorhin erzählt hatte, dieses Motivations Thema, dass
man sie reizt, dass man sie am Gesamterfolg teilhaben lässt und ihnen anspruchsvolle
Aufgaben gibt, an denen sie nicht kaputt gehen und auch die Zeit geben, sich eben darum zu
kümmern und nicht die Leute einfach nur die ganze Zeit vor sich her jagt. Das war jetzt ein
bisschen ein konkreter Punkt. Ich hoffe, er hilft trotzdem.

00:30:14
Julia: Ich glaube schon. Definitiv. Robin. Vielen, vielen Dank, dass du heute unser Gast warst.
Es hat Spaß gemacht. Es war sehr spannend. Wir nehmen die ganzen Eindrücke und Infos
jetzt mal mit und hoffen, dass ihr da draußen auch vieles aus diesem Podcast für euch ziehen
könnt, wenn ihr noch mehr zum Thema gesund führen wissen wollt, ob als Führungskraft
oder als Mitarbeiter. Wir haben alle näheren Infos in den Shownotes verlinkt. Wir freuen
uns, wenn ihr beim nächsten Mal wieder mit dabei seid. Und da haben wir auch wieder ein
ganz spannendes Thema für euch. Kleiner Teaser schon mal vorab Es wird sich alles um die
Kraft des positiven Denkens drehen. Abonniert einfach unseren Kanal unbedingt bei eurer
Podcast App und dann verpasst ihr auch nichts. Bis dahin bleibt gesund.

00:30:55
Robin Heintze: Tschüss.

00:30:56
Julia: Auf Wiedersehen.

Musical - eine andere Form der Bewegung

Diese Podcast-Episode lädt Sie ein, in die Welt der Musicals einzutauchen. Wir haben unseren jungen Versicherten Fabio Kopf interviewt. Er ist angehender Musical-Darsteller und hat uns von seiner großen Leidenschaft berichtet. Auf die Bühne, fertig, los!

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Transkript

Wir stellen Ihnen heute unseren jungen Versicherten, Fabio Kopf, angehender Musicaldarsteller, vor. Beim Musical gibt es die Besonderheit, dass sich die Bewegung des Körpers mit der Stimme vereint.

Stell dich kurz vor!
Fabio Kopf
Geboren: Immenstaad
Wohnort: derzeit wegen des Studiums Berlin (Zweitwohnsitz)
Studium: Musical/Show an der Universität der Künste Berlin
Berufswunsch: Musicaldarsteller/, „freier Künstler“
Hobby: Jugendarbeit im CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen), sehr viel Musik (Geige/Klavier/Gesang) unter anderem Jazzimprovisation.
Generell habe ich ja mein Hobby als Berufswunsch gewählt. Dementsprechend singe tanze und spiele ich ja außerhalb der Uni auch noch leidenschaftlich gerne Spikeball.

Mit welchen 3 Worten würdest du dich beschreiben?
„Spontan, kreativ, kokolores."

Bist du auf etwas besonders stolz an dir?
„Ich bin stolz auf meine Herkunft. Auf meine Heimat, wo ich aufwachsen konnte. Über die Werte, die ich dort vermittelt bekommen habe. Das hat mir immer Halt gegeben."

Wie bist du zum Musical gekommen? Gab oder gibt es ein spezielles Vorbild für dich?
„Ich wollte als Jugendlicher eigentlich nur Breakdance machen. Da die Tanzschulen im Bodenseekreis aber überschaubar sind, bin ich in der MusicalSchule Bodensee gelandet, und wurde dort von der derzeitigen Leitung Jeannette Munière gesichtet. Die Begeisterung für Musical habe ich von meiner Mutter schon in jungen Jahren erfahren, und somit war mein Schicksal dann mit dem beginnenden Tanz- und Gesangunterricht besiegelt“.

Wo siehst du dich in 5 Jahren?
„Ich sehe mich immer noch in Berlin. Mein Studium ist dann vorbei, und hoffentlich lässt Corona bis dahin wieder mehr zu, sodass ich in verschieden Engagements Erfahrungen sammeln kann."

Gibt es noch andere Sportarten, mit denen du dich neben dem Musical fit hältst?
„Spikeball (ein Spiel für 4, bei dem man einen Ball in zwei Teams durch ein kleines Trampolin hin und her spielt)."

Für welche kommenden Herausforderungen können wir dir die Daumen drücken?
„Also jetzt im kommenden zweiten Jahr meines Studiums werden wir ein größeres Projekt machen. Bei dem wir als Jahrgang zusammen eine Show auf unserer Uni Bühne samt Choreographen und Regisseur auf die Beine stellen. Ansonsten kann man mir sehr gerne die Daumen drücken für alle kleinen Möglichkeiten die sich ergeben könnten. Für kleinere Jobs als Statist oder Darsteller."

Wie sehen bei dir die letzten Minuten hinter der Bühne aus, bevor sich der Vorhang öffnet? Hast du ein festes Ritual oder ähnliches?
„Meine letzten Minuten vor dem Aufgang auf die Bühne sind von sehr viel Unruhe ummantelt von Ruhe geprägt. Der Körper fährt in den absoluten Leistungsmodus, und ich versuche bewusst ruhig zu atmen, die Augen zu schließen, ein kurzes Gebet zu sprechen, auszublenden, dass man immer vor einem Auftritt seinen Text vergisst und aufs Klo muss, und dann kurz vor dem Aufgang auf die Bühne meinen letzten Schluck sehr starken Ingwertee trinke."

Progessive Muskelentspannung

Herzlich Willkommen zu einer kurzen Einheit der progressiven Muskelentspannung. Schön, dass Sie sich Zeit für sich und Ihre innere Balance nehmen. Stress und Angst verursachen häufig eine Anspannung der Muskulatur. Andersrum kann die Lockerung der Muskulatur die allgemeine innere Ruhe und Entspannung fördern. Mit diesem Podcast lernen Sie Schritt für Schritt Ihren Körper und Geist zu entspannen.

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Transkript

Herzlich Willkommen zu unserer kurzen Einheit der progressiven Muskelentspannung. Schön, dass du dir Zeit für dich selbst und somit Zeit für deine innere Balance nimmst.

Stress und Angst verursachen häufig eine Anspannung der Muskulatur. Andersrum kann die Lockerung der Muskulatur die allgemeine innere Ruhe und Entspannung fördern. Mit der folgenden Übung kannst du dir Schritt für Schritt zu einem entspannten Körper und einem entspannten Geist verhelfen.

Komme in eine sitzende Position, die sich für dich angenehm anfühlt. Die Arme sind locker neben dem Körper oder auf den Oberschenkeln abgelegt. Wenn du im Liegen besser entspannst, kannst du die Übung natürlich auch in dieser Position durchführen. Die Beine sind ausgestreckt oder stehen locker auf dem Boden. Die Zehenspitzen kannst du leicht nach außen fallen lassen.

Schaue dich noch einmal im Raum um und nehme die Umgebung, in der du dich befindest für einen Augenblick wahr... Dann schließe deine Augen und lass Geräusche in den Hintergrund treten. Deine Gedanken kommen und gehen, du lässt sie ziehen . Nehme nun einige tiefe Atemzüge und komme in der Entspannung an.. Atme durch die Nase ein. Atme durch den Mund aus. Versuche jeden Atemzug ganz bewusst mitzuverfolgen und wahrzunehmen. Diese gleichmäßige und ruhige Atmung versuchst du über die ganze Übung hinweg aufrecht zu erhalten. Die Luft nicht anhalten, sondern kontinuierlich weiteratmen.

In den kommenden Minuten spannst du einzelne Muskel gezielt an und nimmst bewusst den Wechsel von Spannung und Entspannung im Körper wahr. Dabei geht es nicht darum wie fest du deine Muskeln anspannst ist. Es reicht, wenn du den Unterschied leicht spüren kannst. Auch eine ruhige Atmung über die Übung hinweg ist sehr wichtig. Verspürst du Beschwerden bei einem bestimmten Körperteil oder einer Muskelpartie, lass diese einfach weg. Nach jeder Anspannung gebe ich dir kurz Zeit um in den betreffenden Körperteil nachzuspüren.

Du wanderst mit deiner Aufmerksamkeit zu deiner linken Hand, die ganz entspannt da liegt. Dann ballst du deine Hand zu einer Faust… Lasse langsam wieder locker… Spüre den Unterschied. Die Abwesenheit von Spannung. Atmung…

Linker Arm

Hand li

Arm re

OS Li

OS Re

Gesicht: Stirn in Falten legen, Augen nach oben ziehen

Bringe deine Aufmerksamkeit nochmal auf die Atmung. Lasse die Übung nochmal Revue passieren. Wie geht es dir jetzt? Wie fühlst du dich im Vergleich zu vorher? Hat sich deine innere Wahrnehmung verändert? Dann kannst du deine Gedanken nochmal frei schweifen lassen. Stelle dich darauf ein die Übung zu beenden. Füße und Arme langsam bewegen. Augen öffnen… Das Gefühl der Lockerheit und Entspannung kannst du jederzeit in deinem Alltag wieder nachempfinden.

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